Impfplan

Tierambulanz Brigittenau Dr. Wehrenfennig

Was bewirkt eine Impfung?

Warum soll man überhaupt impfen?

Mit der Impfinjektion werden inaktivierte Viren in den Organismus gebracht. Diese Impfviren können keine Krankheiten verursachen. Der Körper erkennt aber diesen Unterschied nicht und das Immunsystem beginnt schützende Antikörper gegen die Viren zu entwickeln. Sollte sich das Tier einmal mit dem echten Virus infizieren, sind durch die Impfung schützende Antikörper vorhanden und Ihr Tier wird nicht krank.
Impfungen schützen nicht nur das einzelne Tier, sondern tragen auch zum Schutz der Gesamtpopulation bei und stellen somit einen wichtigen Beitrag zum Tierschutz dar.
Um im Körper einen stabilen, lang anhaltenden Impfschutz aufzubauen, sind regelmäßige Auffrischungsimpfungen erforderlich.


Die Kosten für die Impfungen sind im Vergleich zu den Behandlungskosten für diese Tierseuchen äußerst gering! Außerdem untersuchen wir Ihren Liebling vor jeder Impfung genau, sodass etwaige Gesundheitsprobleme rechtzeitig erkannt werden können.
Ein Welpe nimmt mit der Muttermilch in den ersten 48 Stunden Antikörper auf. Das heißt, er hat den gleichen Schutz wie seine Mutter. Die weitergegebenen Antikörper hängen natürlich auch vom Impfstatus der Mutter ab. Diese Antikörper verlieren nach 6 - 9 Wochen ihre Wirksamkeit. Jetzt ist es an der Zeit, das Hunde- oder Katzenbaby zu impfen, damit es eigene Antikörper bilden kann. Die erste Impfung ist der 1. Teil der Grundimmunisierung. Diese Erstimpfung muss nach 3 - 5 Wochen wiederholt werden, was den 2. Teil der Grundimmunisierung ausmacht.
Neueste Forschungen haben gezeigt, dass bei Hunden der letzte Teil der Grundimmunisierung zwischen der 16. und 20. Lebenswoche erfolgen soll. Daher stehen wir vor dem Problem, dass bei nur zwei Grundimmunisierungen eine immunologische Lücke entsteht, die am besten durch eine dritte Teilimpfung zu schließen ist. Die weiteren Auffrischungsimpfungen sollten in jährlichem Abstand erfolgen.

In den Medien war in letzter Zeit von Impfungen, die bis zu drei Jahren immunisieren sollen, zu lesen. Dazu ist Folgendes zu sagen:
In den Untersuchungen wurden bei ca. 55 % der getesteten Hunde schützende Antikörper gegen einige der getesteten Krankheiten nachgewiesen. Dieser längere Schutz wird für die Parvovirose und die Tollwut postuliert. Staupe, Hepatitis, Leptospirose, und Zwingerhusten erfordern die jährliche Auffrischung. Man weiß ja schließlich auch nicht, ob der eigene Hund zu den 55 % gehört, die einen längeren Immunschutz aufweisen, oder zu den anderen 45 % zählt. Außerdem haben wir hier in Wien häufig Parvovirose - Seuchenfälle und die Ansteckungsgefahr für nicht geschützte Hunde sind durchaus erheblich.
Bei der Tollwut schreibt der Gesetzgeber jährliche Wiederholungsimpfungen für Grenzübertritte vor. Auch hinsichtlich der Gefahr für den Menschen sollte bei allen "Freigängern" (Hund und Katze) immer auf einen guten Impfschutz gegen Tollwut geachtet werden.

 

Details zu den Impfplänen finden Sie hier:

Impfseite für Hunde

Impfseite für Katzen